Der Winterschlussverkauf ist gelaufen und somit die Kollektionen der vorherigen Wintersaison aus den Läden verbannt und langsam zeigt sich, was Mann oder Frau in der kommenden Saison tragen sollte, welche Trends gehen und welche nach wie vor der Modewelt erhalten bleiben! Bevor es jedoch ans Shoppen geht, muss erst einmal grundlegend das Styling und der Inhalt des Kleiderschranks gecheckt werden, um zu sehen, welche Blusen, Kleider, Jeans und Tops bleiben können und welche besser aus dem Schrank verbannt werden sollten. Erst dann ist eine gute Grundlage für einen lohnenswerten Shoppingtrip geschaffen und bietet genügend Platz für Neues!

Was kommt, bleibt und geht – die Trends für 2020 im Überblick

Die letzten Saisons vor allem von Pastelltönen dominiert wird es ab diesen Frühling nun endlich wieder bunt – Kirschkot, Koralle und andere schillernde Rottöne sind dann wieder voll im Trend und lassen die bieder wirkenden Pastelltöne blass aussehen! Höchste Zeit, um die pastellen Totsünden der letzten Frühjahrskollektionen auszusortieren! Bleiben können jedoch weiße Kleidungsstücke, denn weiß ist nach wie vor voll im Trend und das am besten von Kopf bis Fuß. Ein Vorteil – weiß lässt sich mit nahezu jeder Knallfarbe kombinieren. Zudem ist weiß schon in den Vorsaisons sehr angesagt gewesen, sodass sich sogar im Sale das ein oder andere Schnäppchen an weißen Kleidungselementen finden lässt!



Schnitte, Muster und andere Neuerungen

Die in den letzten Saisons so sehr geprägten animalischen Freunde wie Zebra, Leo und Schlange haben es in der kommenden Saison schwer und weichen dem Boho-Chick, wilden Paisley-Mustern und floralen Prints und auch in Sachen Schnitt legt die Mode der Damenwelt wieder etwas Kontur an. Insgesamt wird die Sportlichkeit wieder etwas zurückgefahren und ersetzt durch gewagte Cut-Outs und eng anliegende Schnitte, was nicht nur für die Oberbekleidung, sondern auch Hosen, Jeans und Röcke gilt.

Anderes Beispiel

Mein Sohn braucht ein Kleid. Es ist Karneval. Er geht als Helene Fischer und hat einen Live-Auftritt. Keine leichte Aufgabe für eine Mutter. Gesanglich passt es inzwischen einwandfrei. Das Outfit bei den Proben ging eher in Richtung Trainingshose mit blauen Socken in meinen schwarzen Pumps. Kein traumhafter Anblick, aber die Bewegungen sind perfekt.

Woher nehmen wir nun das passende Abendkleid? Mit dem Shopping-King durch die Läden zu ziehen, ist sicher nicht die beste Idee. Es könnte sein, dass die Verkäuferinnen in der Damenabteilung ihn nicht so gerne mit Kleidern aus dem Schaufenster auf den Ladenlaufsteg schicken.

Also kommt das Hochzeitskleid einer Freundin ins Haus geflogen. Ein blaues Kleid, das seit 20 Jahren im Schrank hängt und nun Bühnenluft schnuppern soll. In der Taille sitzt es perfekt und auch die Länge ist gut. Kann es wirklich sein, dass ein 12 Jahre alter Junge perfekt in dem Kleid einer damals 25jährigen Braut aussieht? Heute staunt man auch darüber, dass dieser Frau mal dieses Kleid gepasst haben soll.

Ihm ist es zu lang, er hätte gerne mehr Beinfreiheit. Also bringt eine andere Freundin noch ein Etuikleid und als er die Trainingshose nicht mehr drunter trägt, stelle ich als Mutter völlig wertneutral fest, dass es gut ist. Die Haare an den Beinen fehlen noch, so dass uns der Schritt erspart bleibt, diese noch rasieren zu müssen.
Ein Push-up-BH, die blonde Perücke und das goldene Mikrophon ergänzen das Outfit. Vor mir steht der Zwillingsbruder von Helene Fischer und singt leidenschaftlich. Wir sind atemlos.

Mein Sohn rockt die Karnevalsveranstaltung im perfekt abgestimmten Outfit. Und doch gibt es ein eindeutiges Zeichen, dass er im Grunde seines Herzens ein echter Junge ist. Die dicke schwarze Uhr, die er noch am linken Arm trägt, beweist einmal mehr, dass ihm doch die weibliche Liebe zum Detail fehlt.